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Was ist eigendlich Taekwon-Do?

Taekwon-Do ist ein System der waffenlosen Selbstverteidigung, das ursprünglich aus Korea kommt. Teilweise ist Taekwon-Do vergleichbar mit dem japanischen Karate und dem chinesischen Kung-Fu. Vereinfacht lässt sich Taekwon-Do als waffenlose Selbstverteidigung und Kampfkunst beschreiben, deren Techniken aus Variationen von zahlreichen verschiedenen Schlägen und Stößen mit fast allen Teilen der Hände, Arme, Beine und Füße bestehen und deren Erlernen vor allem der Persönlichkeitsentfaltung des einzelnen Schülers dient. Wörtlich übersetzen lässt sich Taekwon-Do mit “ Der Weg des Fußes und der Hand”

Die drei Bestandteile 

 

  Bruchtest

Das Zerschlagen von Brettern und Steinen ist für den Laien die spektakulärste Disziplin. Der Brchtest ist daher auch am meisten bekannt. Für den Außenstehenden erscheint deshalb Taekwon-Do primär aus solchen Übungen zu bestehen. In Wirklichkeit aber werden Bruchtests nie geübt. Sie resultieren aus den technischen Übungen.

Für den Bruchtest reift der Schüler im Laufe der zeit. Vor allem die geistige Einstellung ist ausschlaggebend. Neben perfekter Technik ist der unbedingte Wille uns Selbstvertrauen nötig. Allein durch Kraft lassen sich solche Aufgaben nicht lösen.

Nicht Perfektion, sondern der Weg ist das Ziel. Der Bruchtest ist deshalb nie Selbstzweck, sondern der Nachweis für jeden Grad der Einheit von Körper und Geist, den der Übende an diesem Punkt seines Weges erreicht hat.

Freikampf

Der Freikampf ist die unmittelbare Konfrontation mit einem Gegner und wird ohne Kontakt ausgetragen. Alle Techniken müssen rechtzeitig vor dem Partner abgestoppt werden, ohne diesen zu verletzen. Gegenüber dem Vollkontaktkampf anderer Systeme, bei dem die Vielzahl der möglichen Bewegungen nur auf einige wenige, punktebringende Techniken beschränkt sind, wird durch den kontaktlosen Freikampf im traditionellen Kwon, Jae-Hwa Taekwon-Do die volle Breite aller Bewegungsmöglichkeiten ausgeschöpft. Diese Art des Freikampfes, dessen Sinn das geistige Aufbauen und nicht das körperliche Zerstören ist, fördert vor allem die Kreativität des Ausführenden.
Man lernt den Respekt vor der Persönlichkeit des Partners ebenso wie die Fähigkeit, reflexartig und entsprechend auf unvorhersehbare Aktionen zu reagieren.

Es exisitieren zwei Formen des Sparrings:
1. Freikampf (Chayo Taeryon)
2. Einschrittkampf (Ilbo Taeryon)

Der abgesprochene Kampf dient der Vorbereitung auf den Freikampf.

 

Hyong (Form) 

In alten Zeiten übten Schüler noch nicht mit Partnern, aus Sorge sie zu verletzen. So wurden bestimmte Bewegungsabläufe festgelegt, die Formen koreanisch Hyongs. Die Hyong im traditionellen Taekwon-Do stellt eine Auseinandersetzung mit imaginären Gegnern dar, bei der speziell Gedächtnis, Koordination und Atmung geschult werden. Sie ist eine vorgeschriebene Reihenfolge von Abwehr- und Angriffstechniken, in deren Darstellung und Interpretation sich die Persönlichkeit des Ausführenden wiederspiegelt. Im traditionellen Taekwon-Do gibt es insgesamt 20 verschiedene Hyongs, in deren Namensgebung und Schrittmuster die Geschichte und Persönlichkeiten Koreas wiedergegeben ist.

www.Taekwondo-Center-Olpe.de